Geldpolitik im Spannungsfeld einer drohenden Rezession

Am 12. Februar 2020 war Markus Schiller, Leiter der Bundesbank Niederlassung Nürnberg, am Albert-Schweitzer-Gymnasium zu Gast. In einem 90-minütigen Vortrag für die Wirtschaft und Recht Kurse der Q12 hangelte sich der Referent von den verschiedenen Aufgaben der Bundesbank über die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bis hin zu aktuellen Problemlagen inklusive dem seit Jahren v. a. von Mario Draghi propagierten Wertpapierankaufprogramm der EZB.

Wie auf der Grafik im Bild zu erkennen, erläuterte Herr Schiller hier, dass die EZB Wertpapiere und Landesschuldverschreibungen im Wert von 2,6 Billionen Euro in ihren Depots liegen hat. Als Abschiedsgeschenk an seine Nachfolgerin Christine Lagarde kündigte Draghi weitere Anleihekäufe an. Können wir nur hoffen, dass die Staaten irgendwann diese Sicherheiten auch wieder auslösen. Im anschließenden Gespräch machte Herr Schiller deutlich, dass das Instrumentarium der EZB eigentlich ausgereizt ist und bei einer drohenden Rezession die Geldpolitik wenig entgegen zu setzen habe. Es ist nun an der europäischen Fiskalpolitik sich gegen die Rezession zu stellen.

(Bericht und Bild: StD R. Ochmann)

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