Vom 11. - 22. März hatten wir unsere Austauschschüler aus Bilbao zu Besuch am ASG. Gleich danach statteten unsere Schüler vom 30. März - 9. April den Gegenbesuch in Bilbao ab.
Am Sonntag, 30. März, begrüßten uns Bilbaos wolkenloser Himmel, das viele Grün und der Sonnenschein ebenso fröhlich wie unsere Gastgeberfamilien.
Unser Programm begann tags darauf mit einer Altstadtführung, wobei die engen Gassen, die modernen Geschäfte und die traditionellen Tavernen eine interessante Mischung ergaben.
Am 1. April wurden wir von den Schülern und Lehrern in der Bibliothek der Schule willkommen geheißen. Danach ging es zum Museo Vasco und zum Museo de Bellas Artes. Viele der Kunstwerke v. a. der Moderne wirkten ziemlich eigenartig.
An den Nachmittagen unternahmen wir entweder etwas individuell mit dem Partner oder man traf sich in einer größeren Gruppe. Kajakfahren und Surfen waren Highlights in unserer Freizeit.
An einem Tag lernten wir traditionelle baskische Tänze, bei denen es wirklich lustig war, uns alle im Kreis herum zu wirbeln und mit den Hüften anzustoßen, und das alles in einem immer schneller werdenden Tempo, wobei man auch noch hinter dem Rücken und durch die Beine in die Hände klatschen musste!
Ein Höhepunkt war der Besuch im berühmten Guggenheim-Museum. Das Gebäude ist riesig und besteht äußerlich aus individuell angefertigten Titanplatten. Die Form ähnelt zudem dem Körperbau einer Spinne. Leider war es uns nicht erlaubt, Fotos von den weltberühmten Kunstwerken von Picasso oder Warhol zu machen.
Am 3. April brachte uns der Reisebus nach Donostia, das im Spanischen San Sebastián heißt und 2016 europäische Kulturhauptstadt war. An dem Tag regnete es leider fast pausenlos, doch wir ließen uns nicht stören, waren wir doch von der dunkelgrau gefärbten See mit ihren hohen, stürmischen Wellen und der schönen Altstadt fasziniert. Im Balenciaga-Museum im kleinen Ort Getaria nahe Donostia wurde uns die Entwicklung der Frauenmode nähergebracht und wir konnten sogar unsere eigenen Kreationen in Form von Zeichnungen anfertigen!
Die Reise nach Gernika (Guernica) am nächsten Tag stimmte uns traurig. Sich direkt am Ort des Grauens zu befinden, wo während des spanischen Bürgerkriegs Tausende bei einem Angriff der deutschen und italienischen Luftwaffe ihr Leben verloren hatten, war beeindruckend. Beim Besuch im Museo de la Paz setzen wir uns mit der Vergangenheit auseinander.
Was nehmen wir sonst noch an Eindrücken mit? Zug- und U-Bahnfahren ist viel billiger. Man kommt für wenige Euro quer durch das Baskenland. Die Innenstadt von Bilbao hat eine parkähnliche ruhige Atmosphäre. Tortilla wurde wohl in jeder Familie angeboten und wir konnten viele baskische und spanische Köstlichkeiten probieren. Alles in allem war der Austausch eine tolle Erfahrung. Wir vermissen unsere baskischen Freunde, aber vielleicht besuchen wir sie ja eines Tages wieder in Bilbao oder sie uns in Erlangen.
Ann Vivienne Marton, Kl. 10c
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