Folgen des Schweigens – Annegret Liepold stellt ihr Debüt am ASG vor

Vergangenen Donnerstag war die Autorin Anne Liepold am ASG, um den 11. Klassen ihren Debütroman „Unter Grund“, erschienen im letzten Jahr, vorzustellen. Der Roman erzählt von der 15jährigen Franka, die Mitte der Nullerjahre in die rechtradikale Szene abrutscht. Handlungsort des Romans ist der Landkreis Erlangen-Höchstadt, der zu dieser Zeit über eine sehr aktive rechtradikale Jugendszene verfügte. Die Autorin hatte sich in den Recherchen für ihr Buchprojekt intensiv mit Erscheinungsformen des Rechtextremismus im ländlichen Mittelfranken in Geschichte und Gegenwart beschäftigt. So informierte sie die Schülerinnen und Schüler darüber, dass mit dem Doppelmord an dem Erlanger Verleger Shlomo Lewin und seiner Lebensgefährtin Frida Poeschke bereits 1980 der Rechtsterrorismus in unserer Heimat ein Thema war, lange vor der NSU-Mordserie in den 2000er Jahren mit einigen Opfern auch in Nürnberg. Der Prozess gegen die Täter des NSU spielt ebenfalls im Roman eine Rolle, dieser wird zum Ausgangspunkt einer Spurensuche, bei der Franka als Erwachsene in ihre mittelfränkische Heimat zurückkehrt und nach Gründen für das Verdrängen und Beschweigen rechtsradikaler Tendenzen in ihrer Familie sucht. Das Format Autorenlesung wurde dieses Mal etwas verändert, da Hanna, Karolin, Juliana und Markus aus der 11b/d den Roman bereits vor dem Besuch von Frau Liepold gelesen hatten und mit Autorin auf diese Weise in einen lebendigen Austausch über ihr Buch kamen. Der Roman von Anne Liepold ist in unserer Schulbibliothek entleihbar oder als Taschenbuch im Buchhandel erhältlich.

(Bericht und Fotos: W. Adam)

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